Jungle World 34/2010 vom 26.08.10
»Für den modernen Fußball«
Offiziell heißt der Club zwar »Rasenballsport Leipzig«. Doch das Kürzel »RB« und das Vereinslogo verraten, dass der Verein in Wirklichkeit dem österreichischen Getränkehersteller »Red Bull« gehört, der seit einigen Jahren verstärkt in verschiedene Fußballclubs investiert. Seit seiner Gründung im Mai 2009 ist der jetzige Regionalligist RB Leipzig das Hassobjekt zahlreicher Fußballfans – aber nicht aller. Denn kürzlich erschienen wie aus dem Nichts die »Ultras Red Bull« auf der Bildfläche – und sorgten für eine Menge Wirbel. Die Jungle World sprach mit Nico Neubert und Thomas Kanitz, zwei ihrer Aktivisten.
Interview: Alex Feuerherdt
In zahllosen Fußballforen gibt es wilde Spekulationen, wer sich hinter den »Ultras Red Bull« verbirgt. Könnt ihr das Geheimnis lüften?
Nico Neubert: Wir sind keine feste Gruppe, sondern eher ein loser Zusammenhang von Freunden und Bekannten, von denen einige sich für Fußball interessieren. Viele von uns scheren sich aber überhaupt nicht um diese Sportart. Der Anlass, weshalb wir uns zu dieser Aktion zusammen gefunden haben, war die gemeinsame Abneigung gegen eine widerliche Hetzkampagne deutscher Fußballfans gegen den »Retortenverein« RB Leipzig.
Von wem wird diese Kampagne eurer Einschätzung nach maßgeblich betrieben, und was haben diese Fans gegen den Club?
Thomas Kanitz: Die Kampagne vereint so verfeindete Fanszenen wie die eher linken Anhänger der BSG Chemie Leipzig und die – vorsichtig formuliert – nach rechts ziemlich offenen Fans des 1. FC Lokomotive Leipzig sowie des Halleschen FC. Was die Ressentiments gegen RB Leipzig so widerwärtig macht, ist vor allem der gegen diesen Verein gerichtete Heuschrecken-Vergleich und die dazu gehörige Rhetorik. Damit soll verdeutlicht werden, dass sich hier ein böser ausländischer Konzern aus reiner Profitgier dem Sport zuwendet und so den »bodenständigen«, »ehrlichen« deutschen Fußball bedroht. Man halluziniert also einen hinterhältigen Angriff auf die eigene, »authentische« Fankultur und sieht nun mit dem Eindringen von Red Bull in das letzte gallische Fußballdorf, das wacker den Anforderungen der Moderne trotzt, das Ende nahen.
Neubert: Die Kampagne wird dabei nahezu unterschiedslos von rechten wie linken Fußballfans getragen, wobei sich die Ausdrucksformen der Hetze häufig bis ins Detail gleichen: Es gibt eine demonstrativ bekundete Einigkeit, die in stumpfester antikapitalistischer Rhetorik vorgetragen wird. In Halle zeigte sich das kollektive Gefühl des angeblichen Angegriffenwerdens in besonders gewaltförmiger Zuspitzung, denn dort rief man zum »Bullenjagen« auf und verteilte Tausende von Stickern, auf denen ein mittelalterlicher Mob mit Heugabeln gegen das »Produkt Rasenball« zu Felde zog. In diversen Fußballforen kündigte man Gewalttaten gegen Fans, Funktionäre und Spieler des neuen Vereins an.
War das der Auslöser für eure Initiative?
Neubert: Genau. Um diesen Wahnsinn also auf die Schippe zu nehmen und vor allem die Ultras und Hools – insbesondere in Halle – zu nerven, haben wir unter anderem Aufkleber produziert, auf denen zwei Bullen das Wappen der Stadt Halle, das gleichzeitig das Vereinslogo des Halleschen FC ist, zerstören. Zusammen mit den Sprüchen auf den Aufklebern – »Tradition seit 2009« und »Für den modernen Fußball« – sollten die nicht besonders reflektierten Fußballfreunde Ostdeutschlands bewusst in Rage versetzt werden.
Kanitz: Die Reaktionen auf unsere Aufkleber haben uns dann so amüsiert, dass wir dem noch die Krone aufsetzen wollten. Mit gut 30 Leuten sind wir in Halle zum Kurt-Wabbel-Stadion gegangen, der Spielstätte des HFC. Vermummt, mit Knüppeln und Golfschlägern bewaffnet haben wir uns hinter ein Banner gestellt, auf dem »Ultras – Red Bull verleiht Prügel« stand, und die Szene fotografiert. Das Bild haben wir in einschlägigen Fußballforen sowie auf einem eigens eingerichteten Weblog veröffentlicht, auf dem wir anschließend im für Fußballschläger üblichen Szenejargon gegen andere Ultragruppen gepöbelt haben.
Die Provokation scheint euch gelungen zu sein, wie die Reaktionen auf eurer Internetseite zeigen.
Neubert: In den Kommentarspalten unseres Blogs gab es wüste Beschimpfungen und Gewaltandrohungen. Vor allem die Tatsache, dass ein »künstlicher« Verein nicht nur Fans, sondern sogar eine Ultragruppe haben soll, war für viele absolut undenkbar. Einige vermuteten zwar sofort ein Fake, als Urheber machten sie allerdings rivalisierende Fußballfans aus. Die Paranoia ging so weit, dass häufig die HFC-Ultras von der »Saalefront« als Drahtzieher angesehen wurden, die so angeblich dem verhassten Verein Rasenballsport Leipzig schaden wollten.
Kanitz: Positive Rückmeldungen von organisierten Fußballfans gab es dagegen nicht, bis auf ganz wenige Ausnahmen wie die Bremer Ultragruppe »Infamous Youth«. Manche fanden unsere Parodie auf die Gewaltaffinität ostdeutscher Fußballfans zwar gelungen – warum wir aber ausgerechnet »Red Bull« für unsere Aktion ausgesucht hatten, war ihnen auch nicht klar.
Aber gibt es nicht auch eine berechitgte Kritik an der immer stärkeren Kommerzialisierung des Fußballs? Immerhin entstehen vielen traditionellen Fußballclubs tatsächlich Nachteile, wenn sich ein Konzern wie Red Bull einen ganzen Verein kauft. Und es ist ja auch nicht von der Hand zu weisen, dass etliche Fans, die lange Zeit das Stammpublikum ihres jeweiligen Clubs bildeten, zugunsten einer zahlungskräftigeren Kundschaft verdrängt werden, die weniger wegen des Spiels ins Stadion geht als vielmehr, weil Fußball für sie genauso ein Event ist wie etwa der Besuch eines Musicals.
Kanitz: Es spricht für uns absolut nichts dagegen, in ein Stadion zu gehen, um sich ein gutes Spiel anzusehen. Das ist aber in Ostdeutschland, wo es zuhauf traditionelle Fußballclubs gibt, nicht möglich, da diese Vereine dort in den Niederungen der unteren Ligen verschwunden sind und vorerst auch dort bleiben werden. Sieht man sich außerdem das klassische Publikum etwa des HFC oder von Lok Leipzig an, so braucht es einem nicht leid zu tun, wenn es sich auf ewig Spiele in Auerbach oder Meuselwitz anschauen muss. Wenn »Red Bull« jetzt tatsächlich dafür sorgen sollte, dass in einigen Jahren Bundesligaspiele in Leipzig zu sehen sein werden, würden das zumindest die Fußballinteressierten unter uns begrüßen …
Neubert: … zumal wir die friedliche, familientaugliche Atmosphäre bei RB Leipzig sehr viel angenehmer finden als die wöchentlichen Räuber-und-Gendarm-Spiele im Umfeld der »Traditionsvereine«. Und dass Kommerz und Fußball nichts miteinander zu tun haben, war vielleicht noch in den dreißiger Jahren so. Die »Werkself« von Bayer Leverkusen und ein Club wie Bayern München wären jedenfalls ohne ein vernünftiges Management und die knallharte Kalkulation ihrer Werbeeinnahmen wohl kaum so erfolgreich.
Sind das nicht Gründe, die »Ultras Red Bull« tatsächlich ins Leben zu rufen und nicht nur als Fake?
Kanitz: Das wären Gründe dafür, privat und unorganisiert ins Stadion zu gehen, ganz ohne schwarze Kapuzenjacken, Jugendorganisationen, Capos und Banner mit Gruppennamen – und ohne die Angst, von anderen Ultragruppen überfallen und ausgeraubt zu werden. Leidenschaft als Programm und das »Verteidigen der eigenen Farben und des eigenes Reviers« finden wir nicht besonders ansprechend. Ein schönes Spiel mit Bratwurst und Bier bei einem netten, entspannten Plausch hingegen durchaus.
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http://jungle-world.com/artikel/2010/34/41620.html
weiter so!
Hier in Salzburg ist das nicht viel anders, als in Leipzig. FC Red Bull Salzburg (der erste Verein von Red Bull überhaupt) stößt nach 5 Jahren vielen noch immer ziemlich sauer auf.
Parolen á la: Kommerz ohne Herz oder Ohne Tradition und Archiv gehören hier zum Alltag.
Finde eure Idee sehr gut
Viel Grüße von uns!
“Viele von uns scheren sich aber überhaupt nicht um diese Sportart.”
Und warum mischt ihr [Selbstzensur] euch dann ein?
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!
tod und hass dem rbl
ich wuensch jedem RBL Fan und Spieler einen grausamen Tod!!!
Ich bin ja auch ein Freund von Ironie und Sarchasmus, aber da diese beiden Mittel nur ab einem gewissen IQ ankommen, erreicht ihr mit eurer Kampagne nichts gutes. Ganz im Gegenteil. Die Hauptschüler von LOK, HFC und Co. fühlen sich jetzt erst recht herausgefordert, jedem mit RB-Schal sofort eins auf die Fresse zu haun. Gut gemacht!
ihr seit sowas von lächerlich … dreck verein ihr habt kein plan vom Tradition
kleine möchtegern kindergarten gruppe
ich finde es REICHT IHR AFFEN ! past ja auf das ihr nicht bald mal die qwitung beckommt für euer dämliches gehabe LOK UND HALLE sind und bleiben die besten warum sag ich euch 1. sie haben TRADIZON habt ihr das NEIN sie LEBEN fusball ihr NEIN ZIHT ES NUR INS LÄCHERLICHE und EGAL OB LOK ODER HALLE BEIDE VEREINE HABEN GANZ UNTEN ANGEFANGEN UND NICHT WIE IHR ARSCHFICKER SICH MIT KOHLE EINGEKAUFT UM NACH OBEN ZU KOMMEN grus ein FAN vom 1. FC LOKOMOTIVE LEIPZIG DER SEINER MANSCHAFFT DIE TREUE HÄLT EGAL IN WELCHER LIGA ! SCHEIS KOMERZ !
ZERSCHLAGT diesen SCHEIS Verein dann ist wieder ruhe im stall !
Ist Renes Beitrag ein Fake oder gibts wirklich so dumme Leute?
sagen wir es mal so hir labert fast jeder scheise da wollt ich mal nicht ganz ernst gemeinten kommi machen lol wad sonnst aber das ich zu meiner manschafft halte egal in welcher liga das ist kein scheis sodern mein ernst
ihr seid scheisse tod un hass dem rbl FORZA-HFC
rene ich geb dir voll recht
Irgendwann wird es(leider denn geld regiert die welt) dazu kommen das die mal bei uns auflaufen und wenn sich dann auch nur ein einziger RB-”FAN” oder gar “ULTRA” zu uns traut können da auch 10.000 Bullen stehen der wird seines lebens nicht mehr froh.
zu dem großen ganzen finde ich das es eine modeerscheinung ist die mir angst macht. angst das irgendwann der tag kommt wo es keinen verein,kein stadion(name), keinen Fußball mehr gibt sondern nur noch KOMERZIELLE MASSENVERANSTALTUNGEN! OHNE FANKULTUR OHNE SUPPORT UND OHNE SEELE!!
ich finde das Leute wie Herr Mateschitz oder Herr Hopp(der sich ja nun bei Hoffenheim zurückzieht) ihr geld lieber sinnvoll ausgeben sollten. z.B. für wohltätige zwecke.
ein besorgter fan des FC.Hansa Rostock.
NO TO MODERN FOOTBALL
Eine ziemlich abgefahrene Story. Ich musste mehrmals schmunzeln. Gruß aus dem Ruhrgedöns
@NDM
Islamophile mögen wir genausowenig wie Ultras. Fuck off.
Tja, euer Konstrukt wird es trotz Millionen nie in den Profibereich schaffen und eure kleene Reisegruppe wird weiter bekämpft. Ihr werdet nie dazu gehören, kein Ruhm, keine Stärke, keine Ehre. Fuck You, Red Bull!
@Ruhrpott-Klatscher:
Hihi. Die allzu intensive Beschäftigung mit identitären Fußball-Ossis scheint Assimilationstendenzen auf Verhaltensebene zu bewirken. Da bekommt der Begriff “Stockholm-Syndrom” eine ganz neue Bedeutung.
Nope, wir mögen einfach keine Leute, die kulturalistischen Müll labern.
@Ruhrpott-Klatscher:
Iyi. Nicht die (sich allseitig und stetig in Verhandelung befindenden) Positionierungen sind Objekt der Kritik, sondern diejenigen Menschen, die sie äußern. Willkommen in… Weiß nicht. Evin? Schmunzeln und Kritik ist angebracht. Bei aller Sympathie für die hinter der leider wirkungslosen Aktion stehenden Motivation.
Ok, wie wär’s, Du verziehst Dich wieder auf Deinen Blog und schreibst dort was wichtiges, sagen wir eine ultra-investigative Enttarnung der FPÖ (Schocker: dort sind tatsächlich Nazis am Werk), ein flammendes Plädoyer fürs Kopftuch oder irgendeine andere, auf sprachlich mieserem Niveau angesiedelte Zweitverwertung von Taz-Artikeln? Shukran.
Compadre, beim nächsten mal weniger Cerveza vorm posten, dann stimmt das Geschriebene auch mit dem Gemeinten überein und ist für andere Menschen verständlich.
fussball deutschland braucht euch nicht ihr wixxer …………..
lok und halle gegen alle
scheiss komerz juden
Wurzner, alter Ideologiekritiker! Was macht die Kunst?
Obwohl ich selbst mit einigen Entwicklungen des modernen Fußballs nicht zufrieden bin, den Fußballambitionen von Redbull mehr als ambivalent und der Ultra-Kultur (nicht das die meißten dt/öst. “Ultra”-Gruppierungen damit etwas zu tun hätten) positiv gegenüber stehe, kann ich dieser Aktion grundsätzlich viel Gutes abgewinnen.
Aber leider muss ich sagen dass ihr eure Argumentation auf die Hetze beschränken solltet.
Stadionatmosphäre, Spielniveau und vorallem das Liga-Grundeln im Osten Deutschland sollten keinesfalls Ziel eurer Beleidigungen sein. Vorallem da Ihr selbst behauptet großteils mit Fußball nicht viel am Hut zu haben. Es obliegt sicher nicht euren Kompetenzen über die Vorlieben der “echten” Fußballfans zu urteilen.
Weiters möchte ich erwähnen, dass eine Unterstützung Hoffenheims weitaus angebrachter und in der Sache auch sinnvoller bzw. gerechtfertigter gewesen wäre.
Ich nehme aber an, dass Ihr selbst wohl erst aufgrund der lokalen Nähe auf dieses Thema aufmerksam wurdet.
Und genau da liegt die Krux der Sache. Euch gehts nicht um Fußball, euch gehts um euer Umfeld, um eure Freunde.
Sprecht über diese Themen, aber nicht über eine Sache die euch nicht interessiert und die ihr in Folge dessen auch nicht versteht.
Es ist okay und notwendig sich gegen diese Hetze zu stellen, es ist aber keinesfalls okay, diese Aktion mit Beleidigungen und Klischeereiten tiefsten Niveaus zu untermalen.
User wie Rene würden auch ohne diese Sachen aggressiv reagieren (sofern ich das aus diesem deutschähnlichen Kauderwelch entziffern konnte), aber angesicht eurer Provokationen muss ich sagen, dass ich seine Reaktion zwar nicht unterstütze, aber nachvollziehen kann.
Hetze ist immer schlecht, widerwärtig und zu verurteilen. Egal von wem sie kommt.
Muss man dass verstehen was hier abgeht? Sind das jetzt nur Spaßstories, oder geht es hier jetzt wirklich um Rechts und Links, und welcher Fußballverein wem verfeindet gegenübersteht?!
nun sind ja einie monate ins land gegangen und man kann etwas weniger emotional über brauseball leipzig reden. ich gehe seitdem ich 13 bin regelmßig zu spielen ostdeutscher fußballvereine. seit dem 18.lebensjahr wird einmal pro saison ein bundesliga- oder europacup-spiel eingestreut.
ich habe in deutschen stadien schon viel schönes und einiges unangenehmes erlebt – allerdings noch nichts, dass ich am liebsten überhaupt nicht erlebt hätte.
ich finde es ziemlich daneben, wenn leute, die fußball hauptsächlich aus dem fernsehen oder gesprächen kennen, denen, die fußball ausmachen – stadiongänger – erklären wollen, was das ist. deswegen wehre ich mich troz höherem bildungsabschluss auch gegen eine rethorische aufladung des stadionbesuchs auf weltanschauliche ebene – was mir an eurer haltung im interview explizit nicht gefällt.
ich war jetzt zwei mal zu spielen von rb im stadion und muss sagen, dass dort – gerade bei hohen besucherzahlen – eine gespenstische stimmung herrscht. klatschpublikum wie zur frauen-wm.
wenn ich mir etwas für den fußball wünschen könnte, dann das solche retortenclubs, die sich an ihr publikum aus marktwirtschaftlichen gründen richten, nicht erfolgreich sind. und zum glück erleben wir das ja gerade bei rb. der angepeilte BuLi-aufstieg ist vermutlich schon vom tisch und es folgen noch ein paar jahre in der regionalliga.
gegen den modernen fußball.
Ein herzliches Gude nach Leipzig!
Als jahrelanger Fan eines Traditionsvereins, der bei Regen schon so manches Spiel der Oberliga Hessen und der Regionalliga Süd in Darmstadt über sich ergehen lassen musste, möchte ich euch zu diesem Coup beglückwünschen!
Einige Menschen, insb. die Ultras Land auf Land ab, nehmen sich deutlich zu ernst. Im Grunde geht es um Spaß am Sport und um bedingungslose Liebe zum eigenen Verein. (Ich habe schon drei Abstiege in die Viertklassigkeit erleben müssen!). Aber das heißt nicht, dass ich andere Vereine über die gesunde Konkurrenz hinaus hasse. Das ist einfach nur pubertär.
Schade, dass UltraRB nicht mal ein Gegenprojekt aufmacht und zeigt: Fußball ist nicht nur ein Sport für hirnverbrannte möchtegern Hools, die sich Ultras nennen. (Übrigens: Im Gegensatz zu Ultras habe ich vor Hools Respekt. Die kloppen nur sich selbst, treffen sich im Wald, verhalten sich halbwegs ehrenhaft (Mann gegen Mann) – was ich aus eigener Erfahrung von den eigenen Darmstadt-Ultras nicht behaupten kann)
Fußball ist für alle DA! Man kann auch mit Freude bis zum bitteren Ende bleiben! Diese Wut, der Hass. Alles langweilig und aufgesetzt.
Ein letztes Wort zu “Stimmung”. Die – so wird hier von manch einem suggeriert – nur von Ultras eines altehrwürdigen Tratidionsvereins gemacht werden kann:
Ich habe mal zu einem Spiel in Darmstadt einige Freunde geschleppt, die teilweise wenig interesse an Fußball hatten. Wir waren ein gutes Dutzend. An diesem Tag standen die Darmstadt-Ultras mal wieder auf der Gegengerade (sonst stehen sie im F-Block). Meine Jungs lernten die Lieder schnell, wir brüllten laut, sangen viel und rissen Zuschauer um uns herum mit. Das Ganze fanden die Ultras irgendwie doof – denn sie waren ja die Platzhirsche und wir stahlen ihnen die Schau…
Ergebnis: Zwei aus unserer Gruppe wurden hinterher von mehreren Ultras vorm Stadion angegriffen. 2x gefährliche Körperverletzung. Einer der Täter wurde ermittelt.
Die paar, die eh nicht großes Interesse am Fußball hatten, waren von der Stimmung begeistert, von der Scheiße nach dem Spiel nicht – und werden wohl schwer wieder zu einem Spiel zu bewegen sein…
Letztlich geht es den Ultras nicht um ihren Verein. Denn dann würden sie jeden neuen Zuschauer und jeden Sponsor feiern! Es geht ihnen um sich selbst. Rein egoistisch. Sie lassen Dampf ab, von Arbeit und Zuhause. Sie wollen die beste Gruppe des eigenen Vereins sein und lehnen alles andere ab.
Scheiß RBL Wichser fickt euch ihr fotzen LOK UND HALLE !!!!!!
LOK
Selbst wenn die Leute hier anonymisiert schreiben, so prangert doch auffällig oft der Bildungsstand -”Sonderschule”- auf den kreativen, sprachlich perfekten und vor objektivität strotzenden Kommentaren der sog. Traditionsverfechter. Ich bin am überlegen eine Top 5, der besten Kommis aufzustelle:
#8
#30
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Ihr bekennt euch für fiedlichen und familiären Fußball, sorgt aber mit Aktionen, wie die vorm Wabbel Stadion für Hass. Kein Wunder, dass euch alle eins aufs Maul hauen wollen. Und von wegen, “jeder Verein denkt nur an möglichst großen finanziellen Gewinn”. Andere Vereine wie Halle, Lok, Erfurt, von mir aus auch Hansa oder Dresden haben genau zwei Ziele: möglichst großen sportlichen Erfolg und dabei nicht Pleite gehen. Also denkt mal drüber nach was Ihr in eurem komischen Beitrag schreibt Ihr braucht euch ja über den zweiten Punkt keine gedanken zu machen. Recherchiert das nächste mal ein bisschen mehr über das Thema das ihr schreibt, dann steht ihr auch nicht wie der letzte Idiot da…